wir.de@school – Berufsorientierung in der Europaschule

Wir haben schon viele Initiativen im Bereich „Sharing“ angestoßen – um die Umwelt zu schützen und den Austausch zwischen den Nachbarn zu fördern. Bei unserem aktuellen Projekt geht es um „Knowledgesharing“ und unsere jungen Nachbarn.

Wir.de@school ist unsere nächste Lab-Idee! Schulen sind in ihren Einzugsgebieten natürliche Zentren, wo Menschen sich über die Kinder kennen lernen und sich mitunter lange Freundschaften bilden. Wie viele ungewöhnliche und zum Teil auch sehr nützliche Bekanntschaften hat man dank der neuen Kontakte der eigenen Kinder gemacht. Auch die Kinder profitieren von der Möglichkeit, in andere Familien und ihre Lebenswelten „hineinzuschnuppern“ und zu erleben, mit welchen Themen sich andere Menschen beschäftigen.

Hier setzt unser Projekt an: Eltern gehen in die Klassen ihrer Kinder und im Idealfall danach auch in andere Klassen und erzählen aus ihrem Berufsleben. Sie stellen dabei unterhaltsam und für Kinder verständlich ihren Beruf vor und vermitteln ihnen eine Vorstellung davon, welche spannende Tätigkeitsbereiche ihnen perspektivisch offen stehen. Die Eltern bringen sich über diesen sehr persönlichen Einsatz direkt ins Unterrichtsgeschehen der Kinder ein, kommen in einen intensiven und direkten Austausch mit den beteiligten Lehrkräften und tragen langfristig zur Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe der Schülerinnen und Schüler bei – unabhängig vom jeweiligen Elternhaus und den mitunter sehr unterschiedlichen Startbedingungen.

Wir freuen uns auf Ihre Meldungen und Ihre Bereitschaft, die wertvollen Erfahrungen aus dem Berufsleben zu teilen und machen Ihnen ein tolles Angebot: als Vorbereitung auf den Auftritt bieten wir Ihnen ein professionelles Coaching an, das Sie dabei unterstützen wird, die Präsentation informativ und anschaulich, für die Kinder verständlich und zu einem echten Highlight zu machen. Ihr Auftritt könnte noch Jahrzehnte später bei diversen Klassentreffen für Gesprächsstoff sorgen…

Wir laden Eltern ein, sich bei uns zu melden und gemeinsam Ihren Auftritt vorzubereiten! Bitte schreiben Sie eine informelle Mail an kontakt@wir.de!

Wenn Sie als Lehrkraft oder Schulleitung Interesse an unserem Projekt haben und eine solche Vortragsreihe auch in Ihrer Schule initiieren möchten, melden Sie sich ebenso formlos bei uns unter kontakt@wir.de!

„Teilen lernt man im Sandkasten“ in Erzhausen

Ab demnächst gibt es auch Spielzeug-Leistationen in Erzhausen!

Weitere Entwicklungen könnt ihr auf Facebook verfolgen.

Im Bürgergarten „Helle Oase“ leuchten die Augen von Jung und Alt

Am Samstag, den 13.04.2013, eröffnete  der Bürgergarten „Helle Oase“ den Spielplatz mit einem Sommerfest. WIR.DE (www.wir.de) war mit dabei

Kinder testen die neuen Spielmöglichkeiten

Das Wetter wollte erst gar nicht so recht mitspielen, dabei hat vor allem Nancy so lang auf diesen Moment hin gefiebert. Der Kinderspielplatz  sollte als erster fertiger Teil der Hellen Oase beim Frühlingsfest eröffnet werden. Knapp ein Jahr an harter Arbeit hatte Nancy da hinter sich. Ideen sammeln, Planungen anstellen, Sponsoren gewinnen und Freiwilligenarbeit koordinieren. Ein Mammut-Projekt. Und doch erfolgreich. Und nun sollte die Eröffnung am Wetter scheitern? Trotz dunkler Wolken am Himmel fanden sich jedoch viele Menschen zur Eröffnung ein. Und just in dem Moment, als die ersten Redebeiträge auf der Bühne gehalten wurden, verzogen sich auch die Wolken und es wurde etwas wärmer.

Während das Konzept der Hellen Oase – neben dem Kinderspielplatz sollen im Laufe des Jahres ein Nachbarschaftsgarten, eine Chill-out-Zone und eine Boccia-Bahn entstehen – auf der Bühne erörtert wurde, quengelten die ersten Kinder schon ungeduldig rum. Warum sollten sie auch zuhören, wie Erwachsene quatschen, während sie auch den neuen Spielplatz einweihen könnten? Doch manchmal muss man im Leben auch warten können und der Spielplatz sollte feierlich eröffnet werden. Als es dann soweit war und Nancy zusammen mit dem Hauptsponsor und vielen Kindern das Band durchschnitt, stürmten die Kinder laut jubelnd den Sandkasten. Besonders die neue Schaukel sowie das Kletterhäuschen hatten es den Kindern angetan. Und natürlich die Leihstation.

Da der Spielplatz Helle Oase in der Abstimmung unter die ersten 5 Spielplätze kam, wurde die Chance genutzt um beim Frühlingsfest gleich eine Leihstation zu eröffnen. Diese wurde auch sehr rege genutzt. Allerdings staunten Marcel und Sergey von WIR.DE nicht schlecht, als sie beim Montieren der Leihstation feststellten, dass von den Anwohner und verschiedenen Kiezinitiativen zusätzlich kistenweise Spiel- und Buddelzeug mitgebracht wurde. So stellen wir uns eine aktive Nachbarschaft vor.

Das gelungene, kleine Sommerfest wurde dann noch durch Gesangsbeiträge junger Anwohner und den Bauchtanz-Künsten einer ortansässigen Tanzgruppe abgerundet. Und mit dem Klang von orientalischer Musik und Kinderlachen machten wir uns zufrieden auf den Heimweg.

 

Übrigens, der nächste Spielplatz wird schon bald ausgestattet. (blog.wir.de/spielplatzaktion) Auch dieser kann sich über einiges an Spielzeug freuen, denn der Recyclinghof Oberspreestraße kann als erster schon nach wenigen Tagen eine volle Spielzeug-Sammelbox vermelden! Das finden wir phänomenal und sagen danke!

 

 

 

 

BSR unterstützt die WIR.DE Spielplatz-Aktion

WIR.DE

Die Aktion „Teilen lernt man im Sandkasten“ hat eine namhafte Unterstützerin gefunden! Die Berliner Stadtreinigung! Auf drei BSR-Recyclinghöfen haben wir Sammelboxen für eure Spielzeugspenden aufgestellt, die dann ihren Weg zu Spielplatz-Leihstationen finden werden.

Hier könnt ihr euer Buddelzeug, Bagger, Tischtenisschläger, Springseile, Frisbees, Bälle und andere Outdoor-Spielzeuge gerne abgeben:

1. Behmstr.74, 10439 Berlin Stadtbezirk Pankow

2.Fischerstr.16, 10317 Berlin Stadtbezirk Lichtenberg

3. Oberspreestr.109, 12555 Berlin Stadtbezirk Treptow Köpenick

 

 

Außerdem werden die freundlichen Männer und Frauen in Orange beim Leeren der Spielplatzmülleimer ein Auge auf unserer Leihstationen haben, damit sie nicht „vollgemüllt“ werden.

Auf welchen Spielplätzen die Aktion

 

Wir bedanken uns sehr herzlich bei der BSR!

Teilen lernt man im Sandkasten

Auf welchen Spielplätzen die Aktion „Teilen lernt man im Sandkasten“ stattfindet, könnt ihr auf Facebook selbst bestimmen. Die Spielplätze mit den meisten Stimmen werden mit einer Spielzeug-Grundausstattung versorgt! Wer ausserhalb von Facebook seine Stimme abgeben oder einen weiteren Spielplatz vorschlagen möchte, kann einfach hier voten oder unter diesem Beitrag ein Kommentar hinterlassen. Wir addieren am Ende die Stimmen aus Facebook und von diesem Blog und bestimmen damit die Siegerspielplätze.

Welcher Spielplatz soll von Wir.de mit einer Spielzeuggrundausstattung versorgt werden?

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Bereits ausgestattet wurden folgende Spielplätze:

Gethsemanestr. 4, Berlin Prenzlauer Berg
Liepnitzstr. 32, Berlin Karlshorst
Schwarzmeerstr. 44, Berlin Friedrichsfelde
Rheinsteinstr. 37, Berlin Karlshorst

 

Am Dienstag, dem 12.03., sah die Abstimmung auf Facebook so aus:

 

Die CeBit 2013 im Zeichen der „Shareconomy“

Die CeBit 2013 geht dieses Jahr nicht nur technisch sondern auch inhaltlich mit der Zeit und hat die „Shareconomy“ als Leitbegriff für die diesjährige Messe ausgerufen.
Dabei ist die Shareconomy mehr als die schon oft vorgestellte Collaborative Consumption – auch wenn die Begriffe „Teilen“ und „Mieten“ wieder im Vordergrund stehen.

Das sieht auch Alexander Holst von Accenture, dem weltweit größter Beratungs- und Technologiedienstleister, so. Auch wenn seiner Meinung nach die Verbindung des alten Wunschs des Teilens mit der neuen Mobilität des Internets ein wichtiger Punkt im Gesamtkonzept ist. Doch auch Arbeitsabläufe werden mittlerweile vom Shareconomy-Gedanken bestimmt. So gibt es im Edelbüro des Berliner Dienstleisters keine Einzelbüros. Nicht einmal für den Chef. Hier wird Shareconomy als Arbeitsform gelebt.
Und auch die Cloud-Technologie ist in der einen oder anderen Hinsicht Teil der Shareconomy. Zum einen senkt sich der Kostendruck für die Nutzer, wenn sie keinen eigenen Server mehr finanzieren müssen, sondern auf einen Sammelserver einfach einen Teil als eigene Cloud nutzen. Auf der anderen Seite lässt sich durch Cloud-Technologie besser in der heutigen, globalisierten und vernetzten, Welt arbeiten. Denn Daten können so einfach mit anderen Mitarbeitern gescharet, also geteilt, werden. Diese Idee wird von Winfried Holz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des internationalen IT-Dienstleisters Atos, auf die Spitze getrieben. Er möchte die E-Mails in Unternehmen abschaffen und firmeninterne Social Media –Lösungen anbieten, um so die Entscheidungsfindung zu beschleunigen und Datenmüll zu vermeiden.

Auch die Carsharing-Plattform Tamyca (Kurz für take my care) ist auf der CeBit 2013 vertreten. Natürlich ist Carsharing nichts Neues mehr, doch durch neue technologische Lösung wird auf Portalen wir Tamyca oder Nachbarschaftsauto das Teilen zwischen Privatpersonen vereinfacht und effizienter gestaltet. So testet Tamyca neue Technologien bei denen nicht einmal mehr der Verleiher bei der Autoübergabe vor Ort sein muss. Über eine spezielle App und ein besonderes Schließsystem soll das Auto dann per Smartphone geöffnet werden können – sicher und komfortabel. Diese Idee, als „Share Key“ -Projekt vom Frauenhofer Institut vorangetrieben, wird auf der CeBit in allgemeinerem Kontext vorgestellt.

Auch Daimler nutzt die neuen Möglichkeiten, die der technologische Fortschritt heutzutage bietet. die selbst entwickelte App „Moovel“ ermöglicht dem Nutzer dabei einen Preisvergleich zwischen Carsharing und ÖPNV. Der Nutzer muss dazu nur Start- und Zielort angeben und bekommt sofort die preisgünstigste Verbindung mit Bus und Bahn oder Taxi und die preisgünstigste Variante des Daimler-Carsharing-Dienstes Car2Go angezeigt. Dass diese App auf einen bestimmten Carsharing-Dienst beschränkt ist, ist zwar Schade und vergebenes Potential, aber dennoch ist es eine weitere Innovation, die in die richtige Richtung geht.

Jeder, der sich mit dem Thema Collaborative Consumption und Shareconomy beschäftigt, weiß, dass Mobilität nur ein kleiner Teil des Ganzen ist. Viele neue Softwareinnovationen könnten auch Portale wie foodsharing.com, wir.de oder 9flat.com helfen. Deshalb wird es interessant zu sehen sein, was die CeBit 2013 so alles auf dem Hut zaubern wird.

Doch auch überraschende Nutzungsform von Shareconomy werden auf der Messe in großem Rahmen vorgestellt. So könnte die Sicherheitsinformatik dank anonymisierter Auswertungen öffentlicher Daten wie Twitter-Tweeds und Mobilfunkdaten deutlich effizienter werden. „Mit einem solchen Katastrophen-Monitoring hätte man bei der Love Parade in Duisburg viel schneller reagieren können“, ist sich Dr. Michael May sicher (Welt Online). May ist Abteilungsleiter im Fraunhofer Institut für Intelligente Analyse und Informationssysteme (IAIS).

Es wird also interessant sein zu sehen, in welchen öffentlichen und privaten Lebensbereichen die Shareconomy sich festsetzen kann und welche Erleichterungen und Vorteile sie bringen wird. Spannend ist es alle Mal und eine große Chance für alle Pioniergeister, das Web2.0 vielleicht sogar Richtung Web3.0 zu bewegen.

Quellen:
http://www.welt.de/print/die_welt/article113991183/Leihen-und-mieten-statt-kaufen-und-bieten.html

http://www.welt.de/print/die_welt/article113991185/Wie-Big-Data-die-Welt-der-Unternehmen-veraendern-wird.html

http://www.welt.de/sonderthemen/cebit-2013/article113925353/Die-CeBIT-zeigt-was-Mensch-und-Technik-verbindet.html

MUT Gesellschaft für Gesundheit mbH

Heute stellen wir Euch eine Initiative aus Berlin vor, die mit verschiedenen Mitteln die Zwischenmenschlichkeit in der Nachbarschaft unterstützt. Finanziell unterstützt wird sie dabei von öffentlichen Geldern und durch private Spenden.

Die MUT Gesellschaft für Gesundheit mbH versucht dabei auf unterschiedlichste Art und Weise den Menschen in den Kiezen und Nachbarschaften zu helfen. Wir wollen Euch zeigen, welche dies sind und Euch ermuntern, solche oder ähnliche Initiativen mit zu unterstützen.

Tagesstätten und Arztklinik für Obdachlose und Bedürftige

In Lichtenberg und Friedrichshain können sich Obdachlose in ambulante Behandlung begeben. Das Projekt wird durch Sach- und Geldspenden und durch ehrenamtliche Arbeit von Ärzten am Leben gehalten.
Da viele von Obdachlosigkeit betroffene Menschen nicht krankenversichert sind, können sie hier kostenlos, unbürokratisch und anonym die ärztliche Behandlung erhalten, die sie zwingend brauchen und nicht überall bekommen. Da sich der Gesundheitszustand mit erhöhter Dauer der Obdachlosigkeit immer weiter verschlechtert, ist diese Möglichkeit überlebensnotwendig.

Damit ärztliche Eingriffe aber erst gar nicht notwendig werden, haben Obdachlose und soziale schwache Menschen die Möglichkeit, unter der Woche eine Tagesstätte zu besuchen, in der sie sich waschen, neue Kleidung aus der Kleidkammer bekommen, Essen zu sich nehmen und zum Frisör gehen können.

Kiezcafé Rudolfstraße

Dieses werktags von 7.00 bis 14.00 Uhr geöffnete Kiezcafé versteht sich als Treffpunkt für alle, für die Starbucks zu teuer ist. Das Angebot richtet sich dabei vor allem an einkommensschwache Menschen. Ihnen soll die Möglichkeit gegeben werden, in gemütlicher Atmosphäre alte Freundschaften und Kontakt zu pflegen oder neue zu knüpfen. Selbstverständlich sind aber auch alle anderen Bewohner des Rudolfkiezes eingeladen, im Kiezcafé vorbei zu schauen und die nachbarschaftsliche Interaktion zu pflegen. Denn Segregation ist das schlimmste, das einem Kiez passieren kann.

Stadtteilzentrum „Pestalozzi-Treff“

Das Stadtteilzentrum Pestalozzi-Treff versteht sich als klassischer Nachbarschaftstreff für alle. Dort sollen und können „nachbarschaftliche Beziehungen und das friedliche, gleichberechtigte Miteinander von Menschen unterschiedlicher Generationen, Geschlechter und Herkunft, Weltanschauungen sowie sozialer Lage gepflegt werden.“

Das nah am Bahnhof Mahlsdorf gelegene Zentrum bietet dabei eine breite Palette an Interaktionsangeboten an. Hier eine Auswahl der Angebote:

Generationsübergreifende Angebote, Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien, Freizeitangebote und -möglichkeiten, Erstellung und Verbreitung von Informationsmaterial, Seniorenangebote, Anregung und Einbindung ehrenamtlicher Tätigkeit, Beratungs- und Bildungsangebote, Bürgersprechstunden – soziale Beratungen, Gesundheitskurse für alle Altersgruppen, Vernetzung, Informationsveranstaltungen, Kurse, Feste, Öffentlichkeitsarbeit, Kreativangebote, Ressourcenbeschaffung

Zusätzlich zu diesem vielfältigen Angebot, bietet das Stadtteilzentrum auch noch eine sogenannten Familienbildung an. Diese richtet sich an junge Familien mit Kleinkindern und Säuglingen. Angeboten wird alles rumd ums Thema Eltern werden: Geburtsvor- und Nachbereitung, Mutter-Kind-Kurse und Beratungen junger Eltern. Denn die Babys von heute sind die Nachbarn von morgen!

Falls Euch die Projekte der MUT Gesellschaft für Gesundheit mbH interessieren, schaut doch einfach mal auf deren Homepage vorbei:
http://www.mut-gesundheit.de/index.htm

Ansonsten fühlt Euch einfach ermutigt, zu schauen, was in Eurer Nachbarschaft so angeboten wird und wo Ihr aktiv werden könnt.

Schlitten für die Nachbarschaft – der Tickerblog

Wir.de hat den Versuch gewagt und an drei Standorten in Berlin grüne wir.de-Schlitten aufgestellt. Die Idee dahinter ist, dass sich Nachbarn kostenlos Schlitten zum Rodeln ausleihen können, diese aber von sich aus und ohne Druck wieder zurück bringen. Nachdem am Wochenende die Schlitten nur temporär abgestellt und beobachtet wurden, stehen sie seit Montag, dem 21.01.2013 auf sich allein gestellt in den Parks rum. Werden sie dort lange für alle verfügbar sein, alsbald entführt oder vermehren sie sich vielleicht sogar? Wir halten Euch in diesem Ticker auf dem Laufenden.

Donnerstag, 21.02.2013:

12:00
Da haben wir uns in den letzten Tagen den Kopf zerbrochen, was wir mit Euch zusammen im beginnenden Frühling auf die Beine stellen können und plötzlich ist der Schnee wieder da! Und nicht nur der Schnee, auch ein neuer Schlitten steht im Park. Es geht also wieder munter weiter:)

Freitag, 08.02.2013:

07:50
Nanu, was ist das denn? Über Nacht ist anscheinend der Winter zurück gekommen, die Wiesen vor dem Haus sind weiß. Vielleicht lebt das Experiment ja wieder auf?

Mittwoch, 30.01.2013:

Die Leihstation lebt trotz der Schneeschmelze. Auch Bälle, Frisbees und andere Gegenstände können verliehen werden. Auf, auf.

Montag, 28.01.2013:

Durch den Temperaturanstieg wird unser Experiment auf natüliche Weise beendet. Der Schnee ist weg, die Schlitten bis auf einen noch da! Danke an alle Nachbarn, die sich beteiligt und gezeigt haben, dass Teilen in der Nachbarschaft möglich ist.

Samstag, 26.01.2013:

13:12:
Wir haben es mit unserer Aktion in die Presse geschafft! Die Berliner Zeitung BZ widmet unserem Experiment samt seines überraschenden Ergebnis einen Artikel. Wenn das die Nachbarschaft nicht anregt….

Freitag, 25.01.2013:

12:00:
Unglaublich. Auch Schlitten vermehren sich reichlich. Mittlerweile hängen in den Berliner Parks 4,5 Leihschlitten, wenn man eine PLastiktüte, die sich wunderbar zum Rodeln eignet, als halben Schlitten mitzählt. Die Resonanz ist großartig, die Teilbereitschaft auch!

Donnerstag, 24.01.2013:

16:00:
Wer hätte das gedacht? Die ganze Aktion läuft und läuft und läuft. Mittlerweile ist sogar der Spender eines weiteren Schlittens bekannt geworden:
Martin. Er war der Meinung, dass es besser wäre, wenn sich viele Menschen seinen verstaubten Schlitten teilen, als wenn er einfach nur rumsteht! Danke Martin!

Mittwoch, 23.01.2013:

10:00:
Der Mittwoch lässt uns wieder breiter lächeln. Auch in Lichtenberg hat sich das Angebot vermehrt, nachdem ein Nachbar anonym seinen Schlitten zum Allgemeinbesitz erklärt hat. Danke an dieser Stelle für die Unterstützung aus den verschiedenen Nachbarschaften!

Dienstag, 22.01.2013:

07:00:
Der Dienstag beginnt mit einer ernüchternden Nachricht. Nachdem am Vorabend noch Zuwachs im Furhpark vermeldet werden konnte, müssen wir nun unseren ersten Verlust beklagen.

Aber dass es zu Verlusten kommen würde, war eigentlich abzusehen. Schade nur, dass es so schnell ging. Doch lange wollen wir uns unsere Laune nicht trüben lassen, immerhin sind wir ja dank der Nachbarschaftshilfe immer noch mit drei Schlitten ausgestattet.

Montag, 21.01.2013:

Mittag:
Die Schlitten stehen. Je einer wurde im Volkspark Friedrichshain, im Mauerpark und im Stadtpark Lichtenberg platziert. Wir wissen selbst nicht, was passieren wird, sind aber gespannt! Auf Facebook wurden Wetten platziert, wie lang die Schlitten überleben.

22:25:
Der erste Schock! Das Wir.de-Team macht sich auf den Weg zur Schlitten-Kontrolle. Der erste Schlitten scheint weg zu sein, die Leihstation im Volkspark Friedrichshain ist leer. Doch dann entdeckt Sergey Spuren im Schnee und die Verfolgung wird aufgenommen. Als man dann den Dieb stellen will, klärt sich alles auf. Der Schlitten wurde in den Abendstunden für einen Transport ausgeliehen und soll zurück gebracht werden. Und nicht nur das:
Er bekommt einen Freund. Nun befinden sich schon zwei Schlitten an der Leihstation.

Bilder zu dieser atemberaubenden „Verfolgungsjagd“ findet ihr hier: http://www.facebook.com/media/set/?set=a.277597159032669.65983.216127545179631&type=1

Video: https://www.facebook.com/wir.de/videos/609956929020121/

 

Ein Schlitten für alle – Ist Deutschland reif zum Teilen?

Am kommenden Montag nutzt WIR.DE das winterliche Wetter für ein lustiges Experiment: im Volkspark Friedrichshain wird ein grün angemalter Schlitten zum Ausleihen angeboten. Ein Schild an einem Baum bittet den Schlitten nach dem Rodeln wieder zurück zur „Leihstation“ zu bringen.

 

Wie lange du glaubst, dass der Schlitten im Park überlebt: Einen Tag, zwei, oder sogar eine ganze Woche?

Wette mit und gewinne einen Amazon Gutschein im Wert von 100 Euro!

Schreibe auf http://www.facebook.com/wir.de oder hier im Blog einen Kommentar mit deiner Wette, teile die Aktion mit deinen Freunde und schon nimmst du am Gewinnspiel teil. Bei mehreren Gewinnern wird gelost
(Änderungen vorbehalten)

 

In der Tradition des großen Willy Brandt

„Wir wollen ein Volk guter Nachbarn sein“ und „Mehr Demokratie wagen“. Diese zeitlosen und gerade jetzt wieder topaktuellen Zitate stammen aus der Antrittsrede des vielleicht größten Bundeskanzlers unseres Landes (1969-1974) und ehemaligen Berliner Bürgermeisters (1957-1966) Willy Brandt. Und wenn schon der nach ihm benannte Hauptstadtflughafen nicht fertig wird, so wollen zumindest wir heute an ihn erinnern.

Der Kniefall von Warschau

Es war ein kalter und regnerischer Tag in Warschau, als am 7. Dezember 1970 die Welt den Atem anhielt. Willy Brandt, zum damaligen Zeitpunkt Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, besuchte im Rahmen der Verhandlungen zum Warschauer Vertrag das ehemaligen Warschauer Ghetto. Dort legte er zu Ehren der Gefallenen des Aufstandes einen Kranz nieder und fiel um Vergebung bittend auf die Knie.

„Wenn dieser […] für das Verbrechen nicht mitverantwortliche, damals nicht dabeigewesene Mann nun dennoch auf eigenes Betreiben seinen Weg durchs ehemalige Warschauer Ghetto nimmt und dort niederkniet – dann kniet er da also nicht um seinetwillen. Dann kniet er, der das nicht nötig hat, da für alle, die es nötig haben, aber nicht da knien – weil sie es nicht wagen oder nicht können oder nicht wagen können. Dann bekennt er sich zu einer Schuld, an der er selber nicht zu tragen hat, und bittet um eine Vergebung, derer er selber nicht bedarf. Dann kniet er da für Deutschland.“ (Vgl. „Ein Stück Heimkehr“ im Spiegel 51/1970)

Damit Gestand zum ersten Mal ein deutscher Kanzler die Schuld des Landes für die Verbrechen im Zweiten Weltkrieg ein. Doch warum ausgerechnet er? 25 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges?

Ein bewegtes Leben

Willy Brandt selbst trifft sicherlich keine Schuld an den Verbrechen in den dunkelsten Jahren deutscher Geschichte. Am 18. Dezember 1913 als Herbert Frahm geboren, ging er mit 20 Jahren nach der Machtergreifung der NSDAP nach Norwegen ins politische Exil. Zuvor gehört er den Falken, später der Sozialistischen Arbeiter-Jugend (SAJ) und ab 1930 der SPD bzw. ab 1931 der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) an. In Norwegen engagierte er sich folglich dann auch im antifaschistischen Widerstand und arbeitete als antifaschistischer Journalist. Ab 1940 musste er auf Grund der Besetzung Norwegens durch die Deutschen seine Tätigkeiten von Schweden aus weiter fortführen.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb er der Politik und der solidarischen Idee treu. Er trat wieder in die SPD ein und saß schon 1949 als Berliner Abgeordneter im Bundestag. Laut Wikipedia, einer nicht-wissenschaftlichen Quelle, die sich in Statistikfragen jedoch fast nie irrt, übte er diese Tätigkeit 31 Jahre lang aus. 1950 wurde er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und blieb dies bis zwei Jahre nach seiner Wahl zum Bundeskanzler.

Unter der Berliner Bevölkerung genoss er damals großes Ansehen. Daran änderten auch der Mauerbau und die vorangegangene Krise nichts.

Diese Beliebtheit führte dazu, dass die SPD in den Folgejahren, nachdem Brandt als Spitzenkandidat antrat, auch bundesweit an Stimmen gewinnen konnte und so die konservative Dominanz im Bundestag durchbrach. Obwohl zahlreiche Abgeordnete der CDU/CSU und der FDP, teilweise selbst mit Nazivergangenheit, Brandt immer wieder diffamierten und die Exilzeit als feige oder gar verräterisch gegenüber dem Land darstellten, konnte Willy Brandt eine neue Art des politischen Bewusstseins bei den Menschen erwirken. Nicht zuletzt sein Wirken als deutscher Außenminister und später als Bundeskanzler, dass erstmals Dialog statt Abgrenzung in den Mittelpunkt stellte und heute aus neue Ostpolitik bekannt ist, sollte Deutschland nachhaltig beeinflussen.

Werte seiner Politik

Die Politik Brandts war in einer Koalition mit den Konservativen nicht zu fahren. Deshalb kam es 1969 zur ersten Sozialliberalen Koalition Deutschland, obwohl die Mehrheit im Parlament relativ bescheiden ausfiel. Doch Brandt als Bundeskanzler und Walter Scheel als liberaler Außenminister verfolgten beide das Ziel des „Wandels durch Annäherung“. In Folge dessen kam es nicht nur zum Kniefall Brandts sondern auch zu weitreichenden Verträgen wie den Ostverträgen mit der Sowjetunion und Polen oder dem Grundlagenvertrag mit der DDR. Obwohl die Verträge in der konservativen bis nationalistischen Opposition als Vaterlandsverrat verschrien waren, da unter anderem die Ostgrenzen Deutschland anerkannt und damit Gebiete auf alle Zeit an Polen abgetreten wurden, muss aus heutiger Sicht gesagt werden, dass diese Politik zu einem besseren Miteinander in der Europa führte. Nicht umsonst wurde Willy Brandt dafür 1971 der Friedensnobelpreis verliehen. Ein besonderer Ausdruck seiner internationalen Reputation war sein Israel-Besuch am 7. Juni 1973. Er war damit der erste Bundeskanzler, der israelischen Boden betrat.

Übertragung in die heutige Zeit

Auch wenn der kalte Krieg längst überwunden und an einen Weltkrieg kaum zu denken ist, sind Willy Brandts Werte auch heute noch ein wichtiger Teil der Zivilgesellschaft. Gerade in den letzten Jahren wurde die politische Teilhabe der Bürger gestärkt. Was mit der APO und später der Gründung der Grünen ihren Anfang nahm, entwickelte sich in letzter Zeit zu einer immer stärker werdenden politischen Einmischung der Zivilgesellschaft. Bürgerbegehren gegen Flughäfen, Bahnhöfe oder Studiengebühren, Genossenschaften die die kommunale Energieversorgung übernehmen oder eben auch Vernetzungen der Nachbarschaften um von politischen Entscheidungen möglichst unabhängig zu sein – all dies fällt unter die Maxime „Mehr Demokratie wagen“. Wenn wir als das nächste Mal bei Nachbarschaftsauto.de uns einen Wagen ausleihen, bei Foodsharing.de einen Essenskorb bereitstellen oder aber bei wir.de einen Nachbarschaftsdienst anbieten oder uns eine Leiter ausleihen, sollten wir daran denken:

All diese Entwicklungen gehen auf Willy Brandts Leitlinien „Mehr Demokratie wagen“ und „Wir wollen ein Volk guter Nachbarn“ sein zurück. Danke Willy!

Quellen:

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2009/27609516_kw43_40jahre_brandt/index.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt